Krank im Urlaub – Risiken und worauf man gefasst sein sollte

Ich gehöre zu den Menschen, die sich um viele Dinge Gedanken machen.
So auch rund um das Thema „Krank im Urlaub“.
Dementsprechend haben wir uns natürlich vorbereitet: mit einer Reiseapotheke, die wohl jeden Apotheker neidisch machen würden. Wir waren sozusagen für alles gerüstet.

Hier eine kleine Aufstellung unserer Reiseapotheke:
– Paracetamol
– Augentropfen (z.B. Berberil N EDO)
– Nasenspray (z.B. Nasenspray ratiopharm E)
– Breitbandantibiotika
– Desinfektionsspray
– Pflaster, Verband, Einweghandschuhe etc.
– Beta Isadona
– Tannacomp (bei „leichteren“ Durchfällen)
– Immodium akut (bei schlimmen Durchfällen, allerdings nur im Notfall nehmen, da die Bakterien „raus müssen“)
– Mittel gegen Verstopfung
– Care Plus Mückenspray (40% DEET)
– Dimen 50 Heumann (gegen Reiseübelkeit)
– Hydrocortisonsalbe
– Fieberthermometer
– Malarone

In Amed erwischte es mich leider richtig: 3 Tage lang habe ich mit Krämpfen und Durchfall im Bett gelegen. Als Fieber dazukam, hat mich unser netter „Vermieter“ mit einem Roller zu einem Arzt gefahren. (Hier direkt die Anmerkung: Erwarte außerhalb der stark touristischen Gegenden keine Praxis im eigentlichen Sinne!)
Ich bekam Antibiotika und noch 2 andere Mittel. Ehrlicherweise habe ich nur das Antibiotika genommen, da ich im Internet nicht über die anderen beiden Mittel gefunden habe und zu viel Angst hatte (Anmerkung 2: Mein Arzt zu Hause sagte mir, dass man die Medikamente vor Ort ruhig nehmen kann, die Ärzte wissen, was hilft).

Durch das Fieber hatte ich aber nun doch Panik, vielleicht Dengue Fieber zu haben. Und hier klärte der Arzt mich über etwas auf, was ich wirklich wichtig fand und was ich gerne vor dem Urlaub gewusst hätte:
Dengue Fieber tritt größtenteils nur in dicht besiedelten Gebieten wie zum Beispiel Kuta auf. In Ubud oder in den restlichen Teilen Balis ist das Risiko wohl verschwindend gering.
Beim auswärtigen Amt muss natürlich davor gewarnt sein und natürlich sollte man Sicherheitsvorkehrungen treffen, wie zum Beispiel sich regelmäßig mit Mückenschutzspray mit dem Wirkstoff DEET einzureiben. Und das hilft auch: tatsächlich hatte ich während unserer 3 Wochen genau 2 Mückenstiche.

Zur Aufklärung: Leider war es kein normaler, asiatischer Durchfall, sondern Salmonellen. Das habe ich aber erst zu Hause beim Arztbesuch herausgefunden, weil es einfach nicht besser wurde.
Sagen wir mal so: Bis dato hatte ich in einem Urlaub noch nie abgenommen 😉

2. Punkt, vor dem ich eine gewisse Panik hatte: Malaria!
Auf Lombok haben wir bei einem Schweizer gewohnt, der vor 12 Jahren ausgewandert ist. Auch da haben wir gefragt, wie er das Thema Malaria handhabt. Kann man doch schlecht für immer und ewig Malarone nehmen.
Die Antwort „Gar nicht“.
Sie machen einfach nichts. Die junge Frau, die die Zimmer verwaltete, lebte ebenfalls seit 2 Jahren dort und hatte noch kein einziges Mal Malaria oder Dengue Fieber, trotz der Tatsache, dass sie nichts nimmt.

Wir haben die Prophylaxe genommen und auch gut vertragen.
Das muss letztendlich jeder für sich entscheiden. Ich habe mich einfach sicherer gefühlt.
Und als Stand-by eignet es sich auch nur, wenn man wirklich weit weit weg von jeglicher ärztlichen Versorgung ist.
Denn sollte man Anzeichen von Malaria oder Dengue erkennen, sollte man nicht selbst Onkel Doktor spielen, sondern einen Echten aussuchen.

Was ich damit nur sagen möchte: Wenn man sich vorher in diese ganzen Krankheitsthematik einliest, kriegt man das Gefühl, dass es unglaubliche Risiken gibt.
Vor Ort sehen die Gegebenheiten auch schon einmal etwas anders aus und beruhigen einen.

Ich war zumindest sehr beruhigt, als ich mit den Ärzten vor Ort und Menschen, die da schon lange wohnen gesprochen habe.

Wie handhabst du das Thema Krankheiten auf Reisen?

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Ein Gedanke zu “Krank im Urlaub – Risiken und worauf man gefasst sein sollte

  1. Pingback: Überfahrt Bali – Lombok und zurück, oder: Gentleman? Es war mir eine Ehre, mit Ihnen spielen zu dürfen! | Wild Birds Diary

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