Schweden – Willkommen in Bullerbü

Schweden – da denken viele an die Astrid Lindgren Bücher, Michel aus Lönneberger, die Kinder aus Bullerbü.
Und tatsächlich: genauso sieht es hier außerhalb der Großstädte aus.

Wir haben das große Glück, dass meine Tante und mein Onkel jedes Jahr mit ihren Hunden nach Schweden fahren und uns gefragt haben, ob wir nicht mal für eine Woche nachkommen wollen.
ABER GERNE DOCH!
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Uns erwarten Temperaturen bis zu Minus 22°C, Thermounterwäsche ist also ein Muss.

Wir fliegen von Düsseldorf nach Oslo.
Von Oslo aus fahren wir mit dem Bus ca. 3 Stunden nach Trysel, wo uns mein Onkel abholen kommt.
Es geht weitere 1 1/2 Stunden mit dem Auto durch die schneeweiße Landschaft.

Das Haus in dem wir wohnen, wird von einem Schweizer Paar vermietet, das bereits vor 14 Jahren ausgewandert ist und nun mit 53 Schlittenhunden in Schweden lebt. Die Heizung wird noch mit einem Holzofen in der Küche betrieben, wie romantisch 🙂

Das Dorf, oder besser: die Häuseransammlung liegt in einer Sackgasse, dementsprechend ruhig ist es da.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so gut geschlafen hab wie die Woche in Schweden.

Was wir in Schweden erlebt haben:

1) Schlittenhundefahrt:
Ein absolutes Muss! Warm anziehen und los geht’s. Jeweils 5 Hunde bekommt jeder von uns vor den Schlitten. Dominique, die Schweizerin, fährt vor. Unsere Hunde folgen. Knapp 40 Kilometer sind wir gefahren. Es ist einfach fantastisch. Das Einzige was du hörst, ist das Traben der Hunde im Schnee, sonst nichts.
Ein Mantra gibt es jedoch zu beachten: NICHT LOSLASSEN! Jeder 5. kippt mit dem Schlitten mal um. Ich war natürlich der Fünfte. Den Schlitten auf keinen Fall loslassen, die Hunde sind sonst weg! Die bleiben nicht stehen 😉
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2) Wanderung zum zugefrorenen Wasserfall:
Du willst einmal das Gefühl haben, auf Polarexpedition zu sein? Dann ist das genau das Richtige für dich.
Denn wenn es Neuschnee gibt, sind keine Wege mehr erkennbar und du musst dich an die Baummarkierungen halten und durch Tiefschnee stapfen. Da können 2,2 Kilometer schon sehr lang werden.
Die Treppe runter zum Wasserfall? Besser einfach ans Geländer klammern und runterrutschen lassen. Der Wasserfall? Einfach gigantisch!
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3) Motorschlittentour:
Einfach geil! Wenn man das Ding unter Kontrolle hat, denn so einfach ist das gar nicht.
Unsere Motorschlittentour ging über den ganzen Tag. Wir waren Eisangeln (Dominik hat 5(!!!) Fische gefangen), haben ein Feuer mitten in der Wildnis gemacht, worüber wir auf Spießen Fleisch gegrillt haben und in einer gußeisernen Kanne Wasser, bzw. Kaffee gekocht haben.
Tipp: Wenn du vom Trail abkommst und in den Tiefschnee gerätst: Gas geben! Sonst versinkst du 😉
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Außerdem haben wir noch die Möglichkeit gehabt, Rentiere zu füttern und einen Abend in der Tunna verbracht. Das ist wie eine Art Whirlpool aus Holz, der den ganzen Tag mit einem Holzofen beheizt wird, sodass man Abends im richtig schön heißem Wasser sitzen kann, während es drumherum Minusgrade sind.

Die Ausflüge waren nie Massenveranstaltung: Es waren immer nur der Guide, Dominik und ich, meine Eltern und meine Tante und mein Onkel!

Du hast noch Fragen? Oder warst auch schonmal in Schweden?

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Ein Gedanke zu “Schweden – Willkommen in Bullerbü

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