Sylt – mehr als Sekt und Selters

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Gastbeitrag von Anne R.

„Sylt? Ist das nicht die Insel der Reichen und Schönen?“
Eine häufige Reaktion, wenn ich auf die Frage nach dem Ziel des nächsten Sommerurlaubs
mit „Sylt“ antworte. Kennst du das?

Dann wünschst du dir wahrscheinlich auch, dass die Leute nicht immer auf die Vorurteile über die nördlichste Insel Deutschlands vertrauen, sondern einfach mal selbst hinfahren und sich ein eigenes Bild machen. Aber auch ich habe mich irgendwann gefragt: Warum eigentlich Sylt? Warum nicht mal ein anderes Ziel ausprobieren? Ich habe seit meinem dritten Lebensjahr fast jeden Sommerurlaub auf der Insel verbracht und versuche auch heute noch, möglichst viel Zeit im Jahr dort zu verbringen. Natürlich habe ich auch andere Urlaubsorte gesehen, aber meine Antwort auf die Frage lautet ganz klar: Es gibt für mich keinen schöneren Ort, an dem sich Aktivität und Entspannung so gut kombinieren lassen. Sylt bietet diverse sportliche Möglichkeiten – hier denke ich vor allem an die atemberaubende Zumba-Stunde mit Blick aufs Meer, aber auch an Radfahren, Surfen, Wandern und viele andere Sportarten. Und wenn ich Erholung brauche und den Kopf freibekommen möchte, gibt es nichts Besseres als einen Spaziergang am 40 Kilometer langen Sandstrand – Fußpeeling inklusive!

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Neben dem Strand gibt es in List, der nördlichsten Ortschaft auf Sylt (und damit in Deutschland), auch eine wunderschöne Dünenlandschaft. Die bekannteste Düne ist vermutlich die Wanderdüne, die ihrem Namen alle Ehre macht und in jedem meiner Urlaube anders aussieht, da sie regelmäßig ihre Form ändert – sie „wandert“ also im wahrsten Sinne des Wortes. Schon unglaublich, was für Kräfte die Natur hat! Sowohl die Lister Dünenlandschaft als auch die ruhigere Wattseite der Insel bieten optimale Voraussetzungen für einen Spaziergang oder eine Erkundungstour mit dem Fahrrad.

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Wo wir gerade im Sylter Norden sind: Ich persönlich reise am liebsten mit der Fähre an. Das ist zum einen praktisch, wenn man eine Ferienwohnung in der Nähe des Lister Hafens gebucht hat und zum anderen beginnt der Urlaub so bereits in Dänemark. Auf der Insel angekommen, werden die Urlauber von kreischenden Möwen und frischer Nordseeluft begrüßt (nicht etwa mit Champagner 😉 ). Wobei ich gar nicht abstreiten möchte, dass man auf Sylt auch mal den ein oder anderen Promi sieht – wäre es nicht auch seltsam, wenn ausgerechnet die Persönlichkeiten, die viel in der Welt rumkommen (und sich den Insel-Luxus auch sicherlich leisten können) Sylt nicht zu schätzen wüssten? So habe ich beispielsweise schon einen in Deutschland sehr bekannten Quizmaster und Show-Moderator morgens beim Bäcker gesehen. Sehr sympathisch, Menschen aus Film und Fernsehen mal im Freizeit-Look zu sehen. Da musste dann mal er die Fragen nach der richtigen Brötchenwahl beantworten, ganz alleine und ohne Joker.

Was auch nicht zu vernachlässigen ist, ist die Gastronomie auf Sylt. Auch hier findet man ganz verschiedene Preislagen, sodass ich nicht bestätigen kann, dass die Insel grundsätzlich teuer ist. Wer einmal auf Sylt war, kennt auch GOSCH und die ganz eigene Atmosphäre dort – hier ist Selbstbedienung angesagt! Mit der nördlichsten Fischbude Deutschlands hat in List alles begonnen. Inzwischen gibt es deutschlandweit viele GOSCH-Restaurants, die zum größten Teil durch Franchise-Nehmer betrieben werden. Selbstverständlich gibt es auch Restaurants wie die berühmt-berüchtigte Sansibar, bei der man den Flair direkt am Meer natürlich mitbezahlt. Meiner Meinung nach lohnt es sich jedoch, sich hier mal eine leckere Currywurst oder den hausgemachten Kaiserschmarrn zu gönnen!
Leckeren Nordsee-Fisch weiß auch Willy (der eigentlich Wilhelmine heißen müsste) zu schätzen. Willy ist eine 200 Kilogramm schwere Robbe, die sich im Sommer oft im Hörnumer Hafen aufhält und sich dort gerne von Urlaubern und Anglern füttern lässt. Wer könnte da widerstehen?

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Es gibt eine friesische Tradition, die ich leider bisher nur von Fotos kenne: Das Biikebrennen! Immer am 21. Februar werden dabei an zehn verschiedenen Orten auf der Insel unter anderem alte Weihnachtsbäume und Gestecke verbrannt. Die Feuer sind so groß, dass man sie auch vom Meer aus gut sehen kann. Heutzutage soll die Biike den Winter vertreiben, früher verabschiedeten die daheimgebliebenen Frauen – so vermutet man – mit dem Feuer ihre Männer, die wieder auf die hohe See hinausfuhren. Das ganze Spektakel kann man sogar selbst aus dem Blickwinkel der Seefahrer, nämlich an Bord der MS Adler VI erleben. Für mich steht jedenfalls fest: Dieses Erlebnis möchte ich im nächsten Jahr definitiv endlich einmal live miterleben!

Alles in Allem bin ich der Meinung, dass Sylt aufgrund ihrer wunderschönen und abwechslungsreichen Natur eine traumhafte Insel ist und kann nur jedem empfehlen, sich selbst davon zu überzeugen. Natürlich ist dort alles etwas teurer – typisch Insel – aber es lohnt sich 🙂
Kurz gesagt: Diese eine Liebe wird nie zuende geh’n! – Die Ärzte
Anne

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