Die Liebe zum Reisen und die Flugangst

Frankfurt 14.09.2014 in der Schlange vor der Sicherheitskontrolle: wir haben einen 12 3/4 Stunden Flug von Frankfurt nach Singapur vor uns. Mein längster Flug bis dato: 4 Stunden nach Fuerteventura.
Und plötzlich überkommt es mich (mal wieder): meine Flugangst. Heulend steh‘ ich in der Schlange und habe in dem Moment das Gefühl, dass ich nicht in den Flieger kann.

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Leider bin ich nie diejenige gewesen, die Fliegen als neutral oder gar entspannend oder spannend findet. Ich hab einfach nur Angst.
Bisher hatte ich zumindest immer Glück, dass die Flüge halbwegs ruhig waren (das sagten meine Begleiter zumindest). Mir reicht schon das Anschnallzeichen irgendwann während des Flugs und ein bisschen ruckeln, dass mir schon wieder ganz anders wird.

Ich stecke also in einem Dilemma: Ich reise für mein Leben gerne. Und ich habe Flugangst.

Bisher konnte ich es immer vermeiden, komplett in Panik zu verfallen. Heulen und Schnappatmung habe ich jedoch regelmäßig. Auf dem Flug von Singapur nach Bali habe ich 1 1/2 Stunden heulend auf dem Schoss von Dominik gelegen. Die Stewardess war wirklich nett und versuchte mich zu beruhigen, dass alles in Ordnung ist, aber es ist wie beim Zahnarzt: immer wieder muss ich mich ermahnen, zu entspannen und ruhig zu atmen.

Was also tun?

Wenn ich das Allheilmittel hätte: ich würde es dir verraten! Und ich hätte keine Angst mehr!
Bisher habe ich zumindest folgendes gemacht, um meine Angst „etwas“ in Schacht zu halten:

Oropax mitnehmen: Rein mit den Dingern und versuchen zu schlafen!

Buch mitnehmen: Ablenkung, gerade auf Kurzstreckenflügen, die kein Entertainmentsystem an Bord haben.

Eigene Parameter festlegen: Ich habe für mich festgelegt: solange die Stewardessen noch Getränke bringen, kann es nicht so schlimm sein. Wird der Bordservice eingestellt…naja: siehe oben!

Fragen: Ich frage sonst auch gerne die Stewardessen, ob alles in Ordnung ist, weil ich Angst hab! Bisher hatten alle Verständnis und geben dir gerne Auskunft! Das beruhigt auch ein wenig!

Einen verständnisvollen Flugpartner haben: Das ist viel wert: jemand, der dich tröstet und beruhigt, nicht jemand, der es albern findet, wie du dich aufführst.

Last but not least: Ich werde mir für meinen nächsten Flug „Sch***-egal“-Tabletten besorgen! Denn meine größte Sorge: dass ich tatsächlich einmal so schlimme Panik bekomme, dass ich danach nicht mehr fliegen möchte! Und häufig ist es so: wenn man von solchen Mittelchen erzählt, erfährt man, dass entweder dein gegenüber selber solche nimmt oder jemanden kennt, der welche nimmt!
Also alles nichts, wofür man sich schämen muss!

Hattest oder hast du Flugangst? Wie gehst du damit um?

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