Inception – oder: wie ein kleiner Gedanke alles verändert

Kennst du den Film mit Leonardo Di Caprio?
Wenn nicht, kann ich ihn dir an dieser Stelle direkt empfehlen 😉

Is-Inception-possible-Ross-Kingsland

 

Kurze inhaltliche Zusammenfassung:
Inception (Übersetzung:Einpflanzen oder Beginn)
Dominick Crobb (von Leonardo DiCaprio gespielt) hat sich darauf spezialisiert, während eines Traumes wertvolle Informationen aus dem Unterbewusstsein des Opfers zu stehlen. Nach einem gescheiterten Auftrag erhält Dominick die Aufgabe, einen Gedanken in das Unterbewusstsein eines Opfers einzupflanzen. Damit derjenige dies aber nicht merkt, muss der Gedanke in der tiefsten Ebene des Unterbewusstseins gepflanzt werden.

Du kannst dir sicher denken, in welche Richtung dieser Artikel hier von mir geht…

Vielleicht kennst du diesen Punkt in deinem Leben, vielleicht hast du ihn schon überwunden, vielleicht bist du noch gar nicht dort:

Der Punkt, an dem du dein Leben und deine aktuelle Lebensweise überdenkst.
Nicht weil es schlecht wäre, sondern weil man ab und zu einfach mal ein Update fahren muss, sich und sein Leben aktualisieren muss.

Die Geschichte:
Ich bin wohl den klassischen Weg gegangen:

Sommer 1997 Einschulung
Sommer 2001 Wechsel auf die weiterführende Schule
Frühjahr 2010 Abitur
Sommer 2010 Ausbildung im Marketing
Winter 2013 Ausbildung abgeschlossen
Herbst 2013 berufsbegleitendes Studium angefangen

Alles schön und gut. Gereist bin ich schon immer gerne, nur ist man mal ehrlich: als Schüler oder Azubi hat man einfach nicht die finanziellen Mittel, um sich große Sprünge leisten zu können. Außerdem (so ging es zumindest mir) hatte ich keine wirkliche Ahnung, was welche Reise wohin kostet und welche Vielzahl an Möglichkeiten es überhaupt gibt.
Nachdem Dominik bereits im Sommer 2012 und ich dann im Februar 2013 unsere Ausbildungen abgeschlossen hatten, haben wir uns für unsere erste große Reise entschieden: Bali. Völlig planlos sind wir gestartet und haben tatsächlich 1 1/2 Jahre darauf gespart und geplant (zwischenzeitlich sind wir noch zusammengezogen), haben uns Ausrüstung besorgt und alles was dazu gehört.

4 Wochen war der Plan…WAR! Während es bei Dominik keinerlei Probleme gab, waren bei mir 4 Wochen ein absolutes No-Go.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Enttäuschung lässt sich kaum beschreiben, die ich damals empfunden habe.
Schon in der Zeit davor habe ich gerne Reiseblogs gelesen, insbesondere wegen Tipps und Anregungen. Aber plötzlich sah ich die Blogs mit anderen Augen und das kleine zarte Pflänzchen war gesetzt: wie wäre es eigentlich mit einer längeren Reise?

Nun, dieses Pflänzchen habe ich zunächst gar nicht wirklich wahrgenommen und immer, wenn es durch die Oberfläche brechen wollte, habe ich es erfolgreich mit ach so vernünftigen Argumenten wieder platt getrampelt: wie willst du dir das leisten? Was ist mit dem Job? und so weiter und so fort.

Nun ist es aber so, dass dieses zarte Pflänzchen insbesondere davon zehrt, wenn man frustriert ist: frustriert von der Machtlosigkeit seine knapp bemessene Freizeit so zu planen wie man gerne möchte,  frustriert von den ewig gleichen Tagen, frustriert von dem Gedanken, etwas später zu bereuen…

Ich glaube, ich bin generell empfänglich für Frustration. „Normal“ ist nie gut genug für mich und ja: ich habe auch Spaß daran mich aufzuregen und mich wild zu echauffieren (an dieser Stelle vielen Dank Yvonne für dieses Fremdwort, was du mit beigebracht hast und eine Entschuldigung an all diejenigen in meinem näheren Umfeld die mich dann in diesen Phasen ertragen müssen 😉 ).

Dieses Pflänzchen hatte und hat es also wirklich gut bei mir: immer genug Nahrung zum Wachsen und Gedeihen.

Nun, knapp ein 3/4 Jahr später, nachdem sich dieses zarte Pflänzchen bei mir eingenistet hat, kann ich mir das immer besser vorstellen  (mehr zu dem Thema: „Wie schwierig einfach ist“). Es muss nicht mal ein Jahr sein, aber ein paar Monate einfach z.B. quer durch Asien reisen, das wär schon toll.

Nicht jetzt und auch nicht nächstes Jahr, sondern wahrscheinlich wenn ich mein Fernstudium beendet habe (auch hier ist Dominik bereits ein halbes Jahr vor mir fertig). Glücklicherweise gibt es heute immer öfter die Möglichkeiten eines Sabbaticals, sodass auch das Thema Job kein Problem darstellt: Ich komm ja wieder… Ich bin (zumindest rede ich mir das ein) ein Realist. Nicht gerade romantisch, aber man muss dazu stehen, was man ist:

  • Ich mache natürlich mein Studium fertig, denn ja: ich möchte auch irgendwann Familie und Kinder und ein Häuschen. Und das kostet nun mal
  • Ich weiß, dass eine Weltreise viel Geld kostet und nein: ich bin nicht dazu bereit, auf alles zu verzichten. Dann spar ich lieber ein halbes Jahr länger
  • Ich weiß, dass wir mit Sicherheit nicht die totalen Low-Budget Traveller sind. Und dafür will ich mich auch nicht rechtfertigen. Wenn ich für 5€ mehr in Asien ein sauberes Zimmer haben kann, dann will ich das! Ich will nicht auf jeden verdammten Euro gucken müssen.

Dies sind nur ein paar Punkte, ich mag dich nicht langweilen 😉

Aber das Gefühl, diesen Entschluss gefasst zu haben, dem zarten Pflänzchen einen Nährboden gegeben zu haben, dass sich das Pflänzchen zur Pflanze entwickeln konnte…das ist einfach ein richtig gutes Gefühl!

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